Das neue Jahr hat schon 50 Tage hinter sich gebracht. Wir beginnen, wir wir aufhören.... mit guten Nachrichten. Rusty läuft, wie gehabt, seine Runden, normale Touren, keine wilden Märsche. Auch beim Dummytraining hält er gut mit. Er hat sein unverkennbaren Humpelgang, aber es scheint ihm nicht groß zu stören. Er wirkt manchmal lustlos, gerade auf unseren normalen Wegen und Runden. Dann bekomme ich Zweifel: Hat er Schmerzen? Gehts ihm schlechter? usw. Aber ab und an aber kriegt er dann wieder seinen Welpenflitz und prescht los. Heute beim Krallenschneiden ist er dann wieder das Leiden schlechthin. Oje, das kann der gut. Er tut so, als wenn ich ihm alle Gliedmaßen amputiere. Das ist eine Sache, die ich wirklich in der Junghundphase vernachlässigt habe und nun so einen quängelnden Hund habe. Selber schuld!
Dummy geht immer
Aber ich kann damit leben, er macht es mit all seinen guten Eigenschaften, mit seinem Lebenswillen und seiner Liebenswürdigkeit wieder weg. Und man kann ja auch nicht beim 1. Hund alles schon perfekt machen. Womit wir schon beim Thema sind: Unsere lieben Freunde Sabine und Uwe aus dem Schwarzwald haben am Montag, den 17.2.2014 ihren 1. Wurf aus dem Kennel Chocomotions http://www.chocolate-labrador-retriever.de/index.php/newstimeauf die Welt geholfen. 10 kleine bezaubernde braune Labradors ihrer Hündin Mocca, die ich schon bei unseren Besuchen ins Herz geschlossen hatte. Für uns wird ein Traum wahr und wir werden, wenn alles gut geht, dann zu Ostern einen dieser Schokoosterhasen zu uns holen. Was kann es schöneres geben! Ich hoffe natürlich, dass Rusty das genauso sieht.
Ein Wintertag an der Ostsee mit unserer Freundin Gitti mit Paula
Ich überlege, diesen Blog demnächst in einem Tagebuch fortzuführen.
Unser täglicher Weg führt uns hier über die kleine Brücke
Wir vermelden weiterhin einen gut aufgelegten, stärker gewordenen, aber noch hoppelnden Rusty. Aber das ist nicht schlimm. Er schafft jetzt schon ein Stündchen Laufen incl. Pipi- und Schnüffelpausen. Alles schön in Ruhe. Wenn er dann doch mal einen Rennflash bekommt, bleibt mir fast das Herz stehen. Er soll auch noch nicht so rennen und schon gar nicht toben, aber ihr glaubt nicht, wie sehr mich diese wiederkehrende Lebensfreude freut. Aber das darf ich noch nicht so laut sagen, da hier auch unsere liebe Physiotherapeutin mit liest. ;) Der Tierarzt zeigte sich letzte Woche auch höchst zufrieden und meinte, die tierärztliche Betreuung sei für ihn damit abgeschlossen. Das Medikament #Karsivan# können wir dann auch auslaufen lassen, nur die Vitamin B Gabe ist weiterhin notwendig. Zuhause üben wir weiterhin über Stangen steigen (alternativ Besenstiele), Kreise laufen und ganz gezielt auftreten, um so die normale Bewegung der Hinterhand wieder zu erlangen. Auch die Magnetfeldmatte ist nach wie vor für Rusty eine Wohlfühlzone. Er genießt die Minuten darauf doch sehr. Auch in einem anderen Thema gab Dr. Kördel grünes Licht: Ein 2. Hund im nächsten Jahr ist absolut in Ordnung. Wenn es Rusty weiterhin so gut geht und sich alles so positiv entwickelt, wenn die Natur mitspielt und der Züchter JA sagt , wird nächstes Jahr ein neuer kleiner Kerl hier Einzug halten.
Unterwegs mit Herrchen
Unser ,, Berg'' , den wir täglich gemeinsam erklimmen
Am vergangenen Wochenende fand der interne Workingtest von M. Kuhnt in Groß Glienicke statt. Noch im Sommer hatte ich ernsthaft über unsere 1. Teilnahme nachgedacht. Das nun alles anders kam hat mich recht traurig gestimmt. Wie schnell ändern sich Wünsche, Träume und Ziele. Prioritäten werden anders gesteckt. Aber: Auch am vergangenen Wochenende trafen wir in der Physiotherapie- Praxis von Veronica die junge Golden Retriever Hündin, die nur 2 Wochen nach Rusty`s #Rückenmarksinfarkt# dasselbe Schicksal widerfuhr. Wir hatten schon vorher von ihr gehört und das ihre Genesung lange nicht so gut verlief wie bei Rusty. Gestützt von Frauchen und Herrchen, die Beine hinterher ziehend, mit Windel bekleidet, kam sie trotzdem freudig wedelnd in die Praxis. Mir schossen die Tränen in die Augen, alles kam wieder hoch und der Gedanke, wie es auch hätte laufen können, kam wie ein Schlag. Was hatten und haben wir für ein Glück. Der süßen Maus wünsche ich alles Gute, sie hat auch ganz tolle Menschen an ihrer Seite, die nicht aufgeben.
Am letzten Sonntag wartete eine Überraschung auf Rusty und auch auf uns. Wir sollten unbedingt zum Training erscheinen. Gut, 2, 3 Dummys suchen ( in Wirklichkeit waren es 10) schafft er und Hundekontakt ist so wichtig und tut dem Hund ja auch gut. Dann standen wir erstmal da und waren platt! Uns erwartete ein so süßes Geschenk von all unseren Leuten.
Mir standen wirklich die Tränen in den Augen und ich war doch erst mal sprachlos. Abgesehen von Tapferkeitstoffees, Mutmachbonbons, Entspannungskäffchen, Leckerchen für den Bär gab es einen dicken Gutschein für Rustys Physiotherapie und OHO !!! eine Massage für mich! Seit Wochen sitze ich in den Therapiestunden neben Rusty und denke jedesmal : DAS hätte ich auch gern mal wieder! Massage , Entspannung.....gut das Wasserlaufband können wir weglassen. Lisa, ich freue mich schon auf unser Date! Leiv und ich danken euch von ganzen Herzen, ihr seid die Besten....schnief! http://www.retrievertreff-potsdam.de/news.html
Will ich zuviel? Rusty`s Fortschritte der letzten Wochen haben uns viel Mut und Hoffnung gemacht, dass er wieder richtig gesund wird. Er läuft. Für Freunde und Bekannte, die uns treffen, sieht es erstmal großartig aus. Ich zweifle aber trotzdem oft, weil er das Bein staksig und steif nachzieht. Der Arzt spricht von ataktischen Bewegungen. Er kann das schwache hintere Bein heben, kommt gut über Stangen, Äste rüber, aber im normalen langsamen Gang hinkt er schon noch sichtlich. So wie eigentlich die letzten 3 Wochen. Wird das noch besser? Seine Kondition ist so la la, wir müssen bei unseren Strecken eben nur immer bedenken, dass wir den gleichen Weg auch wieder zurück schaffen. In der letzten Woche, wir hatten Urlaub, waren wir mehrmals im Wald, der auch recht hügelig ist. Einerseits wollten wir Pilze suchen, andererseits sollte Rusty hier schön seine ,,therapeutischen``Kreise ziehen, was er auch machte. Wir können ihn, Gott sei dank, gut ohne Leine laufen lassen, sodass er in seinem Tempo, in seiner Verfassung laufen oder auch mal ein Päuschen einlegen konnte. Nach einem Stündchen war es dann aber auch gut und wir fuhren wieder heim mit ausreichend Pilzen und einem erschöpften Hund.
Zur Physiotherapie fahren wir weiterhin 2 x in der Woche.
Hier bin ich mir auch manchmal nicht sicher, gibt's Fortschritte oder eben auch mal keine ?
Ich glaube, er hat einfach auch seine guten Tage und auch mal schlechte.
Mittlerweile legt er sich auch freiwillig hin, na ja fast freiwillig.
Er weiß, wo die große Dose Leckerchen steht....
Wir fühlen uns in der Praxis von Veronika Nass jedenfalls sehr gut aufgehoben, auf jede Frage bekommen wir eine Antwort, uns wird alles genau erklärt und Rusty darf die liebe Dominique auch mal über das Gesicht lecken- ein Liebesbeweis! Nein, ich will nicht zuviel, ich bin dankbar für das, was wir gemeinsam geschafft haben. Selbst wenn Rusty jetzt auf diesem Stand bleibt, wäre es für uns so in Ordnung.
Am Sonntag haben wir unserer Trainingsgruppe bei Potsdam einen Besuch abgestattet. Mal wieder Wald- und Wiesenluft und RETRIEVER-Luft schnuppern. Alle haben sich so gefreut, den Rusty auf 4 Beinen zu sehen. Er wedelte und wedelte und war vollkommen aufgeregt, alle wiederzusehen. Wir haben dann eine ganze Weile zugeschaut, haben ein paar kleine Laufübungen etwas abseits gemacht, auf schönen unebenen Boden über Stock und Stein rüber. Dann hatte uns Alex 3 Dummys versteckt und er durfte eine kleine Suche machen. Ich hatte weder eine Pfeife noch irgendwas dabei, aber das war egal, er hatte Lust drauf und los gings. Er fand sie ruckzuck und kam so schnell es ging zu Muddi zurück. Ach mein Bub, es war so schön. Dann war er aber auch sehr erschöpft und wir sind dann wieder Richtung Heimat aufgebrochen. Ein kleines Stück Normalität.
In dieser Woche war Rusty stundenweise dann auch mal wieder allein, was aber wirklich gut geklappt hat. Die ganze Familie packt mit an, mein Mann übernahm die Fahrten nach Mahlow zur Physiotherapie. Unsere Söhne gehen auch mal die kleinen Gassirunden.
Dann gab es am Mittwoch eine neue Hausaufgabe von Frau Naß: Wir sollen immer wieder mal mit Rusty im Kreis laufen. 2 x rechts rum, 1 x links rum. So soll seine Muskulatur rechts hinten weiter verstärkt werden. Er macht alles so schön mit. Dann kam ein Päckchen für Rusty an, Alina ( http://www.bysterstorffs.com/#Home ) hat für Rusty einen richtig schönen kuscheligen Wintermantel genäht. Dafür sagen wir ganz lieb Dankeschön. Was für eine tolle Überraschung. Gerade in der kalten Zeit wird es wichtig sein, sein Rücken schön warm zu halten. Er steht ihm ausgezeichnet finde ich:
Vom Tierarzt heute gab es heute auch eine gute Einschätzung.
Die Reflexe im hinteren rechten Bein sind besser geworden, die Sensibilität hat sich erhöht.
Das Gangbild ist auch besser geworden.
Insgesamt ist er hinten noch sehr instabil, aber das ist nach dieser kurzen Zeit völlig normal.
Dann meinte der Arzt, wir können es nun ohne Schmerzmedikamente versuchen. Bisher bekam er jeden Tag eine Tablette Previcox.
Wenn sich seine Lauffreudigkeit, sein Gesamteindruck jedoch verschlechtern sollte und er Schmerzen zeigt, sollen wir das Medikament wieder geben.
Er soll auf jeden Fall beweglich bleiben und Freude am Laufen haben.
Nächster Termin in 2 Wochen, wenn alles so gut bleibt.
Spät am Nachmittag auf einer unseren kleinen Runden gab es für mich einen Mordsschreck und einen Lehre. Wir waren auf einem kleinen Spielplatz, der natürlich menschenleer war. Dort gibt es Holzbalken und verschiedene Untergründe, wo man schön mit Rusty laufen üben kann. Gesagt getan, Rusty lief ohne Leine. Dann kam plötzlich sein Kumpel Tibetterrier Chari um die Ecke mit Frauchen. Er freute sich und rannte plötzlich los wie ein wilder Hengst. Etwas holprig, aber naja. Er kam auch ein paar Meter, quiekte dann kurz und blieb stehen. Ich hab bald einen Herzanfall bekommen, war aber gleich bei Rusty und hielt ihn fest. Das es so über ihn kommt, hätte ich nicht erwartet. Also Leinenzwang und zwar komplett.
Es geht vorwärts und das nicht in kleinen Schritten, sondern selbst für die Therapeutin und unserem Tierarzt in großen Schritten. Das ist bei so großen Rassen nicht unbedingt so normal. Das Nachziehen des lahmen Beines hat sich verringert. Es ist noch da, aber nicht mehr so schlimm, wie noch vor ein paar Tagen.
Am Sonntag ging es zu meinen Eltern zum Geburtstag, Rusty konnte sich dort im Garten bewegen und auch seine Päuschen einlegen. Alle waren erstaunt, wie gut er schon laufen konnte.
Auf der Straße werden wir ab und an angesprochen: Wieso läuft den ihr Hund so komisch? Warum sieht er denn so müde aus? Ja, es ist schon zu sehen, klar! Ich sage dann: Er läuft doch toll, besser geht's nicht!! Wer es möchte, bekommt eine Erklärung und dann folgt großes Erstaunen! Ja, er ist ein Kämpfer! Wir trainieren jeden Tag! Wir legen zum Üben Stangen auf die Wiese (Besen, Gartengeräte, Bretter). Auch schon mal ein wenig erhöht. So muss er schön seine Beinchen hochnehmen und rübersteigen und lernt, wieder richtig auf zu treten. Das Wackelkissen haben wir uns auch besorgt, ein beliebtes Sportgerät mittlerweile für uns alle. Dann verstecke ich Leckerlies in verschiedenen Höhen, mal unten, mal oben. Ja für Futter macht er alles.
Viele Tipps bekommen wir von Dominique, unser Physiotherapeutin. Die Zusammenarbeit ist wirklich toll und macht uns allen viel Spaß. Auch wenn es ein Mordsweg 3 x die Woche ist. Auf Steinwegen bekommt er einen Schuh an, seine Krallen hinten rechts sind schon ziemlich runter. Aber das ist doch nix wildes! Von einer Hundefreundin bekamen wir eine Magnetfeldmatte ausgeliehen und ich kann nur sagen, Rusty findet sie toll, er legt sich rauf, räkelt sich und schläft ein. Ein großes Dankeschön an Ines in Pforzheim!
Heute hatten wir mal einen Tag ohne Termine. Auch mal schön.
Allerdings lief ich gegen 3.00 Uhr nachts mit ihm, als er fiepte, los zur Wiese. Der Garten war wohl doch ein No Go für ihn. Er freute sich mitten in der Nacht über die kleine Gassirunde und machte fein Pipi. Ansonsten schlief er sehr gut, um das Geschäft verrichten machte ich mir nun nicht mehr so große Sorgen. An der Stelle möchte ich mich bei all den vielen Freunden bedanken, die uns die Daumen drücken, die uns mit Rat und Tat zur Seite stehen. Teilweise schreiben mich auch fremde Menschen an und berichten von ihren ,,Fällen'' und Erfolgen oder aber auch schlimmen Schicksalsschlägen. Ich hatte in meinen 2 Foren um Hilfe gebeten und diese kam prompt. Der Austausch, ob in persönlicher Form oder auch über das WWW helfen uns ungemein. Und nochmal: Hundefreunde sind was ganz besonderes!
Es ist jetzt eine Woche her, wo plötzlich alles unüberwindbar schien. Aber meine Zuversicht, mein Kraft, nahmen zu und nicht ab. Jeder kleine Schritt war auch für mich wie eine Vitaminspritze. Heute waren wir wieder zur Physio.
3 x die Woche in den ersten 2 Wochen und danach 2 x die Woche war unser Zeitplan für die nächste Zeit. Das Unterwasserlaufband wird entscheidend sein am Anfang jeder Therapie bei der Diagnose. In Kombination mit Massage, Lasertherapie und Übungen zum Stehen, Balancieren, Ausgleichen und Laufen war es eine gute Stunde. Er genoss es sichtlich und schleckte die Therapeutin auch gleich ab. Labbi eben. <3 Ins Wasserbecken ging er sehr bereitwillig, klar vorn hing ein kleines Kästchen mit Leckerchen. Aber auch das Einlassen des Wasser machten ihm so gar nichts aus. Das war ganz nach seinem Geschmack, im Wasser rum waten, ein noch gemäßigtes Tempo und dabei mit Leckerlies vollgestopft werden. Nach ein paar Minuten war es dann aber gut fürs 1. Mal.
Einige Übungen können wir gut zu Hause machen, so zb. das Wackelkissen, auf dem er mit den Vorderpfoten stehen soll und so sein Hinterteil ausbalancieren muss. Hierbei braucht er noch eine Stütze. Im Moment lastet alles auf sein Vorderteil und führt so schnell zu Verspannungen und verkürzten Bändern. Auch hierfür lohnt sich der Weg in die Physiopraxis schon auf alle Fälle. Eine Luftmatratze mit Isomatte drüber bietet ungeahnte Möglichkeiten zur Muskelanspannung und zum Balancieren. Dabei muss er sich richtig anstrengen. Den Fußballen sollen wir mit dem Igelball schön stimulieren, auch mal reinkneifen.
Dann zeigte mir die Therapeutin noch, wie man die Blase ausdrückt. Er hatte wieder kein Pipi gemacht. So setzte er nach kurzer Zeit den Parkplatz unter Wasser. Gekonnt ist eben gekonnt. Er sollte dann als Hausaufgabe auch mal ab und an ein Stück laufen und auch allein lernen, seinen schleifenden Fuß zu korrigieren. Bisher setzten wir seinen Fuß immer nach bei jedem Schritt. So wagte ich einen großen Schritt am Abend: Der 1. Gang auf die Wiese hinter unserem Haus. Ich hatte ihn an der Leine und wir humpelten langsam los. Ich hatte das Gefühl, dass er die ganze große Welt der Düfte einsog und wurde immer schneller. Nun musste ich ihn ein wenig zügeln, sein schlappes Bein kam nicht mit. Auf der Wiese flossen dann meine Tränen vor lauter Erleichterung. Ich machte ihn ab von der Leine. Er schnüffelte ein wenig, ging dann leicht in die Knie, kippte dabei fast um und PINKELTE los! Darauf hatten wir solange gewartet und es war mittlerweile fast meine größte Sorge. Er hat kontrolliert gepullert und auch Kot abgesetzt. Da saß ich nun mit meinem Hund, heulend, total erschöpft, aber sehr glücklich auf der Wiese. Eine Woche!! Es ist für mich ein Wunder, ER ist für mich ein Wunder!
10.9.13 Tag 6 Meine Schwester kam heute vorbei und fing an zu weinen, sie meinte, so schlimm hätte sie es nicht erwartet. Ich war ehrlich gesagt über die Fortschritte bis zum heutigen Tag schon so froh. Aber wenn man ihn so sieht, ihn aber als großen stattlichen Rüden kennt, ist es schon schlimm.
Der Besuch beim Arzt stand heute wieder an. Er staunte und sagte, ein toller Fortschritt. Die Empfindlichkeit der Ballen nimmt zu und Rusty zog bei diesem Test das rechte Bein leicht an. Die Medikamente sollen wir weiter geben. Das Ganze schafft Rusty schon sehr, er zitterte wie Espenlaub. Zum Nicht- Pullern sagte er: Es ist ok, wenn wenigstens einmal am Tag macht, nur wenn der Urin blutig oder eitrig aussieht, sollen wir kommen. Es dauert halt auch alles eine Weile, bis sich auch diese Funktion wieder normalisiert. Aber Sorgen machte ich mir schon, eine Blasenentzündung oder einen Nierenschaden konnten wir nun nicht auch noch gebrauchen. Er pullerte dann am Vormittag auf seiner Unterlage. Bloß gut! Am Abend dann passierte es: Der gelähmte rechte hintere Fuß kam allein nach vorn auf die Pfote. Es war nur ganz kurz, 2,3 Auftritte..... aber immerhin. Das hatte ja der Tierarzt heute Vormittag schon gesehen, das er da mehr Regung zeigt. Ich kann euch gar nicht sagen, wie glücklich ich darüber war.
9.9 13 Tag 5 Heute war nun unser erster Termin bei der Physiotherapie von Veronica Naß. Diese befindet sich in Mahlow- Blankenfelde. Einfache Fahrt Autobahn 90 km- 53 min durch Potsdam 56 km- 70 min durch Berlin 53 km- 70 min Das ist von der Entfernung schon ein ordentlicher Stiefel, aber genau diese Praxis wurde uns empfohlen und da vertraue ich dann doch eher darauf, als der Tierphysiopraxis um die Ecke, von der ich nichts weiß. http://www.hundephysiotherapie-berlin.de/index.html Die Therapeutin hat zunächst alles erfragt, Gewohnheiten, Verhalten, welches Futter er bekommt und der Hergang des Unfalls. Dann schaute sie sich ihn genau an, hat ihn gestreckt, gedrückt, abgetastet usw. Die Gelenke, Knochen sind sehr gut, kein Knirschen oder Knacken. Ein gutes Zeichen! Seine Muskeln sind hinten leicht verkürzt und könnten etwas stärker sein insgesamt. Einige Reflexe der Hinterhand waren da, einige überhaupt nicht. Aber wie schon gesagt, die Tiefensensibilität war auch in seinem rechten, schlechten Bein vorhanden. Dazu kniff sie ihn ziemlich fest in seinen Fuß, das spürte er und guckte ganz verdutzt nach hinten. Wie schön! Der Satz am Ende der 1. Stunde von unserer Therapeutin war: Das wird!
Das war so schön zu hören und so eine Prognose gab es 3 Tage vorher in der Klinik nicht.
Die halbe Nacht verbrachte ich mit Rusty im Garten, es passierte nichts.
Immer wieder hatte ich das Gefühl, er will jetzt raus.
Also aufstehen, Bademantel oder auch mal ohne raus mit ihn in den Garten.
Rumlaufen, Unterstützen, dabei den Fuß hinstellen..... meine Bandscheiben meldeten sich nun auch!
Aber es geschah nichts.
Irgendwann stellte ich ihn hin und ging 3 Meter weg. Er konnte ja schon allein stehen.
Plötzlich machte er einen klitzekleinen Buckel und machte seinen Haufen.
Noch nie habe ich mich so über Kacke gefreut.
Ich hab ihn so gelobt, Pipi kam aber immer noch nicht.
Ich rief dann in der Klinik an, was wir tun könnten bzw. wie lange es ok ist, nicht zu pieseln.
Länger als 24 h sind nicht gut war die Antwort und wir müssten dann kommen.
Ich las in der Nacht im Forum von Techniken zur Massage und der Entleerung über Ausdrücken.
Das versuchte ich dann am Morgen.
Und siehe da, es dauerte zwar, aber es funktionierte.
Wahrscheinlich war die Blase randvoll.
Was aber auch wieder gefährlich werden kann, da die Blase ihre Spannung verliert bzw. sich auch eine Entzündung entwickeln könnte.
Aber es lief und lief . Das war dann auch geschafft.
Er hatte wahrscheinlich gehört, wie ich mit der Klinik telefonierte und wollte dort auf keinen Fall noch mal hin.
Am Nachmittag kam die liebe Gitti auf einen Krankenbesuch vorbei.
Hundefreunde sind war tolles.
Genesungsgrüße und Geschenke von unserer Trainingsgruppe
Er wedelte wieder und zeigte, wie er tapfer er war. Er lief mit Unterstützung durch das Trageteil ganz gut durch den Garten. Das Bein war immer noch nicht in der Lage, sich aufzustellen.
Das war am Sonntag!
Er konnte stehen, aber wollte und konnte nicht laufen.
Sicherheitshalber setzte er sich lieber hin.
Gut, dass Rusty so ein ruhiger, entspannter Hund ist.
Ein wilder Junghund hätte da sicherlich mehr Probleme.
Ihn so zu sehen, zerriss mir fast mein Herz.
Auch mein Mann musste manchmal leise weinen.
Man kann es nicht beschreiben.
Alle Unternehmungen, alle schönen Wanderungen, alle Dummy- Trainingsstunden, einfach alles, was wir immer gemeinsam unternommen hatten, schienen in weite Ferne gerückt.
Ich weiß nicht, wie oft ich betete, dass mein Hund wieder gesund werden möge.
Auch die Absage eines Züchters vor 7 Wochen (wir wollten gern einen zweiten Labrador) bekam nun irgendwie einen Sinn.
Schicksal?
Es war plötzlich alles richtig so!
Niemand hätte in der Situation einem Welpen gerecht werden können.
Die Nacht war wieder den Umständen entsprechend ruhig.
Er wollte ein, zwei Mal auch aufstehen und los laufen. Er muss wahrscheinlich auch mal die Position ändern. Ich springe dann auf und helfe ihm und hebe hinten sein rechtes Bein an.
Dieses bewegt sich gar nicht.
8.30 ist unser Termin beim Tierarzt.
Dr. Kördel untersuchte ihn noch einmal gründlich, kontrollierte die Reflexe und gab uns dann die Empfehlung, doch zum CT in die Tierklinik zu fahren.
Damit hatte ich eigentlich schon gerechnet, da das rechte hintere Bein immer noch keine Besserung zeigte.
Er vereinbarte dort auch einen Termin für uns, so konnten wir direkt nach Königs Wusterhausen durchfahren.
Leider mussten wir dort dann doch eine ganze Zeit warten, bis wir ran kamen.
Die Untersuchung wurde mit uns besprochen, Rusty wurde hier auch nochmal durchgecheckt und dann ging es los.
Er wurde in Narkose gelegt und dann gings in die Röhre.
Rusty lies einfach alles über sich ergehen.
Die Blase und der Darm entleerten sich dort.
Für uns begann eine elendig lange Warterei. Nach ca. 3 Stunden wurden wir ins Besprechungszimmer des Chefarztes geholt.
Der Wortlaut des Ergebnis als E- Mail an unseren Hausarzt: . Befund im CT:
Th 11/12 Spondylose mit Vakuumphänomen der Spondylose; Th12/13: basal rechts,
vor allem im Th12 Auslöschung des Myelographiesignals,
im Discusbereich langsam wieder Zunahme der Signalintensität,
korrespondierend dorsale KM-Kontur mit leichter Abschwächung des Kalibers;
kein Anhalt für Bandscheibenvorfall, Fraktur oder anderweitig spezifischen Prozess V.a. intramedullären Prozess
DD: -fibrocartilaginärer Infarkt mit konsekutivem Ödem ; eine Neoplasie erscheint bei dem beschriebenen klinischen Bild eher unwahrscheinlich
Rat zu:
-begleitender Behandlung mit Karsivan, Esomeprazol, ggf. Sucralfat zur Gastroprotektion
-konsequente physiotherapeutische Behandlung
Dieser fibrocartilginäre Infarkt wird auch als Rückenmarksinfarkt bezeichnet.
Also kein Bandscheibenvorfall!
Eine Operation ist nicht möglich, Prognose ungewiss!
ABER mit viel Geduld, viel Physiotherapie und dem Glaube an Heilung, ist es möglich, die fehlenden Funktionen teils oder ganz wiederherzustellen.
Aber das kann niemand sagen.
Das war ein Schock!
Von solch einem Infarkt hatte ich noch nie gehört.
Am Abend kamen wir völlig erschöpft zu Hause an. Was für ein Tag!
Ich fuhr dann noch zu Dr. Kördel, um uns die Medikamente für die nächsten Tage zu holen. Er hatte das Ergebnis schon von Dr. Reczko aus der Klinik vorliegen. Die Zusammenarbeit funktioniert .
Nun ging es darum, den weiteren Weg zu planen.
Physiotherapie stand hier ganz oben und zwar ganz schnell!
Eine gute Freundin hatte hier schon viel Erfahrung mit ihrer Hündin gesammelt und konnte uns so ihre Therapeutin Veronica Nass wärmstens empfehlen.
Auch von anderen Seiten, auch von der Tierklinik und unserem TA bekamen wir diese Empfehlung.
Grund für die Wahl dieser Praxis ist auch das vorhandene Unterwasserlaufband und die Erfahrungen der Therapeuten dort auf diesem Gebiet.
So machten am Montag einen Termin um 9.30 Uhr.
Bis dahin sollten wir mit unseren Übungen zuhause weitermachen.
Gerade die ersten Tage nach solch einem Infarkt sind entscheidend für den Heilungserfolg, so die einhelligen Meinungen.
Nur leider bietet Google hier auch genügend Platz für sehr pessimistische Ausgänge.
Aber ich musste erst mal meine Gedanken sammeln, mir klar werden, was diese Diagnose überhaupt bedeutet.
Im Austausch mit vielen Freunden und auch Leuten in unseren Hundeforen, befreundeten Physiotherapeutinnen
bekamen wir wieder etwas Aufwind und der 1. Schock legte sich.
7.9.13 Tag 3 Die Nacht war gut, er röchelte noch etwas, wahrscheinlich wegen dem Tubus während der Narkose. Sein Geschäft verrichtete er aber nicht, auch kein Pullern. Voller Freude verputzte er seine Dose CANELIS, wenn ein Dosenfutter, dann dieses. Weiches Futter war sicherlich etwas angenehmer für ihn. Wir reduzieren derzeit das Futter etwas, da er wegen der Bewegungsunfähigkeit nicht auch noch zunimmt. Dann hatte ich die Idee, Mephisto zum Markieren in unseren Garten zu bestellen. So wird Rusty möglicherweise animiert, als Rüde auch zu markieren. Sonst macht er ja in der Regel nicht in den Garten. Leider funktionierte dieser Trick nicht. Aber die Stimmen im Garten, die Gerüche, die er sicher wahr nahm, weckten seine Lebensgeister und er wollte hoch. So halfen wir ihm ein kurzes Stück zu seinem Freund und die Freude war ihm anzusehen. Die Rute wedelte schwach, aber immerhin !!! Später begann ich dann, eine Tragehilfe zu nähen. Eine auseinander geschnittene Stofftasche erfüllte hierbei seinen Zweck. Diese Tasche umnähte ich dann noch mit einem Handtuch, damit es ein wenig gepolstert und bequem für Rusty ist.
Schick, oder?
So halfen wir ihm, sich ein wenig im Garten zu bewegen. Das klappte mit der Hilfe auch wirklich gut. Allerdings mussten wir ihm sein linkes Bein immer wieder aufstellen. Es hing immer noch wie ein Fremdkörper an ihm dran. Aber er sollte merken, dass dieses Bein auch noch einen Sinn macht und wieder auftreten kann.
So verging der Tag, wir massierten seine Beine, seinen Rücken, stellten ihn immer wieder mal hin, um sich zu spüren.
Leider machte er immer noch kein Pipi.
Ich machte mir nun langsam Sorgen.
Seit der Narkose in der Klinik hatte er nichts gemacht.
Waren diese Körperfunktionen doch beeinträchtigt worden?
Aber ich hatte schon an diesem Tag das Gefühl, er will, er will laufen, er will leben!
Er freute sich, wenn die Jungs an seinen Platz kamen, er freute sich, als Alex, eine liebe Hundefreundin und Trainerin kam und er freute sich bei allen Übungen, die wir machten und machte immer schön mit.
Es gab ein leckeres Schweineohr, was er auch schnell verputzte.
Schmerzen schien er nicht zu haben.
8.9.13 Tag 4
Die halbe Nacht verbrachte ich mit Rusty im Garten, es passierte nichts.
Immer wieder hatte ich das Gefühl, er will jetzt raus.
Also aufstehen, Bademantel oder auch mal ohne raus mit ihn in den Garten.
Rumlaufen, Unterstützen, dabei den Fuß hinstellen..... meine Bandscheiben meldeten sich nun auch!
Aber es geschah nichts.
Irgendwann stellte ich ihn hin und ging 3 Meter weg. Er konnte ja schon allein stehen.
Plötzlich machte er einen klitzekleinen Buckel und machte seinen Haufen.
Noch nie habe ich mich so über Kacke gefreut.
Ich hab ihn so gelobt, Pipi kam aber immer noch nicht.
Ich rief dann in der Klinik an, was wir tun könnten bzw. wie lange es ok ist, nicht zu pieseln.
Länger als 24 h sind nicht gut war die Antwort und wir müssten dann kommen.
Ich las in der Nacht im Forum von Techniken zur Massage und der Entleerung über Ausdrücken.
Das versuchte ich dann am Morgen.
Und siehe da, es dauerte zwar, aber es funktionierte.
Wahrscheinlich war die Blase randvoll.
Was aber auch wieder gefährlich werden kann, da die Blase ihre Spannung verliert bzw. sich auch eine Entzündung entwickeln könnte.
Aber es lief und lief . Das war dann auch geschafft.
Er hatte wahrscheinlich gehört, wie ich mit der Klinik telefonierte und wollte dort auf keinen Fall noch mal hin.
Am Nachmittag kam die liebe Gitti auf einen Krankenbesuch vorbei.
Hundefreunde sind war tolles.
Genesungsgrüße und Geschenke von unserer Trainingsgruppe
Er wedelte wieder und zeigte, wie er tapfer er war. Er lief mit Unterstützung durch das Trageteil ganz gut durch den Garten. Das Bein war immer noch nicht in der Lage, sich aufzustellen.
Das war am Sonntag!
Er konnte stehen, aber wollte und konnte nicht laufen.
Sicherheitshalber setzte er sich lieber hin.
Gut, dass Rusty so ein ruhiger, entspannter Hund ist.
Ein wilder Junghund hätte da sicherlich mehr Probleme.
Ihn so zu sehen, zerriss mir fast mein Herz.
Auch mein Mann musste manchmal leise weinen.
Man kann es nicht beschreiben.
Alle Unternehmungen, alle schönen Wanderungen, alle Dummy- Trainingsstunden, einfach alles, was wir immer gemeinsam unternommen hatten, schienen in weite Ferne gerückt.
Ich weiß nicht, wie oft ich betete, dass mein Hund wieder gesund werden möge.
Auch die Absage eines Züchters vor 7 Wochen (wir wollten gern einen zweiten Labrador) bekam nun irgendwie einen Sinn.
Schicksal?
Es war plötzlich alles richtig so!
Niemand hätte in der Situation einem Welpen gerecht werden können.